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Mythos E-Auto? – Die Legende der Alleskönner

Mythos E-Auto? – Die Legende der Alleskönner

Mal ganz im Ernst, glauben Sie wirklich, dass sie in den nächsten paar Jahren ein Vollelektroauto von Frankfurt nach Berlin fahren, im Winter, mit allen Annehmlichkeiten die es heute so in Fahrzeugen gibt? Heizung, Licht, Ambiente, Radio und E-Tafel? Wohl eher nicht.

Nun, gehen wir doch einmal die Hauptprobleme durch. Da heutzutage das Auto mit Elektronik komplett vollgestopft ist, wird dieser Wunsch eines E-Autos mit höherer Reichweite doch eher noch ein Wunsch bleiben. Angefangen von der Heizung, den Lichtern oder die elektronische Antriebssteuerung, bis hin zur Heckscheibenheizung oder der Klimaanlage, Radio oder Cockpit. All das sind Verbraucher die Sie betreiben müssen oder wollen.

Durch die momentan aktuellen Ladespeicher, stehen diese Verbraucher bei einer langen Laufzeit des Fahrzeugs ohne Ladevorgang nicht zur Verfügung. Aktuell fahren Sie mit Blei-Kristall oder ähnlichen Technologien als Ladespeicher. Dazu müssen Sie zwischendurch einige Stunden Ihr Fahrzeug laden, bevor Sie es wieder nutzen können.

Es gibt für den Straßenverkehr weder Lithium-Ion-Technologie, noch induktive Lademöglichkeiten. Und selbst dann, müssten viele Voraussetzungen geschaffen werden, um eine vernünftige Reichweite zu schaffen.

Die heutige Reichweite von modernen E-Fahrzeugen beträgt ca. 150 Km. Sie würden theoretisch mit einem fast leeren Tank losfahren, wenn Sie sich das auf Ihren Verbrennungsmotor vorstellen würden. Und dann müssten Sie drei bis vier Stunden bei einer Ladestation warten, damit sie wieder zurückkommen. Natürlich wollen Sie auch mit einer angemessenen Geschwindigkeit fahren, oder nicht?

Abgesehen von dem horrenden Preisen für ein modernes E-Fahrzeug, gibt es einfach keine vorteilhaften Modelle auf dem Markt. Warum also keinen Hybrid fahren? Hierbei gibt es gute Technik und der Motor unterstützt nur bei hoher Belastung. Diese Technik stelle ich mir auch bereits für mein zukünftiges Auto vor. Kurze Stadtfahrten können ganz elektrisch gefahren werden.

Warum fahren die Stadtbusse meist mit Oberleitungstechnik oder Brennstoffzellentechnik? Weil es echte Alternativen sind. Ich denke wir sollten nach dem Pareto-Prinzip vorgehen. Die größten Verbraucher zuerst umzurüsten. Den ÖPNV und den Güterverkehr auf E-Technik umzubauen, Oberleitungen oder kontaktlose Induktion auszubauen, das sind meiner Meinung nach Möglichkeiten. Private Fahrzeuge sollten hybride Technik nutzen. Öffentlich genutzte Fahrzeuge sollten allerdings Überlegen sein. Polizei, Feuerwehr & Co. Dürfen nicht abhängig vom Strom sein.

Vielleicht sollten wir auch darüber nachdenken warum Geschäftswagen immer Audi A6 oder 5er BMW sein müssen? Oder wir überlegen uns einen Top ausgebauten ÖPNV? Auch Autofreie Innenstädte wären zu überlegen. Oder, wie in China, bei Großveranstaltungen den Verkehr zeitlich limitiert.

Doch was passiert? Ein Manager-Ego in ein kleines E-Auto stecken? Oder wäre es besser Taxen als E-Fahrzeuge verpflichtend einzusetzen? Dann könnte auch jeder Möchtegern Manager in der ersten Klasse der Bahn fahren, um dann geschickt ins E-Taxi zu steigen. Doch leider hat dann niemand mehr seine „Stärke“ für alle sichtbar vor der Tür stehen.

Wir müssen also nicht nur die Technik entwickeln, sondern auch den Menschen. Umdenken und Alternativen schaffen ist wichtig. Gute Ideen umsetzen. Und nicht blinde Panikmache vor Dieselfahrzeugen oder Fahrverbote. Sollte man nicht ein großes Brainstorming organisieren?

 

Veröffentlicht am 30. Januar 2019

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